Wie ich zum Schreiben von Büchern kam und die Theorien, auf denen sie basieren
Im Jahr 2006 befand ich mich mitten in meiner zweiten Lehre als Elektromonteur, eine Zeit, die von harter Arbeit und viel Routine geprägt war. Ich arbeitete auf verschiedenen Baustellen und führte alltägliche Aufgaben wie Schlitzen und Spitzen aus, die wenig Raum für Kreativität ließen. Doch auf einer dieser Baustellen begegnete ich einem Menschen, der mein Leben nachhaltig verändern sollte. Es war ein Mann mit langen Haaren, ein seltsamer, faszinierender Typ, der mir Geschichten erzählte, die meinen Geist in neue Dimensionen entführten.
Dieser Mann begann, mir von Mächten im Hintergrund zu erzählen, von Geheimlogen, Freimaurern und den Drahtziehern dieser Welt. Zunächst schien das alles weit hergeholt und absurd. Ich hatte von solchen Theorien schon gehört, doch nie wirklich tiefer darüber nachgedacht. Als Mensch mit ADHS bin ich oft leicht abgelenkt, doch wenn mich ein Thema packt, dann kann ich mich tief darin verlieren. Und so war es auch mit diesen Geschichten. Was zunächst als beiläufige Gespräche begann, wurde schnell zu einer intensiven Leidenschaft.
Ich tauchte ein in eine Welt voller Verschwörungstheorien und Geheimnisse. Innerhalb von zwei Jahren verschlang ich nahezu 200 Bücher, die von A wie Asimov bis Z wie Zarathustra reichten. Ich las alles, was ich in die Finger bekommen konnte: von der Bibel bis zum tibetischen Totenbuch, von wissenschaftlichen Abhandlungen bis zu esoterischen Texten. Mein Wissen wuchs exponentiell, und ich begann, Muster und Strukturen zu erkennen, die sich durch die verschiedenen Theorien und Geschichten zogen. Diese Erkenntnisse ließen mich nicht los. Es war, als ob sich vor meinen Augen ein riesiges Puzzle zusammensetzte, das ein völlig neues Bild der Realität zeigte.
Der Beginn meiner schriftstellerischen Reise
Eines Abends, während ich Zuhause saß und über all die Bücher und Theorien nachdachte, kam mir die Idee, ein eigenes Buch zu schreiben. Ich wollte einen Roman erschaffen, der all diese teilweise absurden, aber faszinierenden Theorien in eine spannende Geschichte verpackte. Mein Ziel war es, den Lesern eine alternative Realität zu bieten, in der sie sich verlieren konnten. Ich wollte, dass sie die Welt durch meine Augen sehen, dass sie hinter die Kulissen blicken und die verborgenen Kräfte erkennen, die unsere Welt lenken.
So entstand mein erstes Buch: “Gefangene der Zeit”. Dank meines Hyperfokus, einer Fähigkeit, die bei ADHS oft als Fluch angesehen wird, gelang es mir, das Buch in relativ kurzer Zeit zu schreiben. Es war eine intensive Erfahrung, die mich vollständig einnahm. Doch das Schreiben war nur der erste Schritt. Die Veröffentlichung eines Buches ist ein langer und oft steiniger Weg, und ich war bereit, diesen zu gehen.
Interessanterweise fand ich eine Sponsorin, die bereit war, mich finanziell zu unterstützen. Mit ihrer Hilfe konnte ich die rund 5000 CHF aufbringen, die nötig waren, um das Buch zu veröffentlichen. Die Freude über die Veröffentlichung war jedoch nur von kurzer Dauer. Kurz nach der Veröffentlichung erhielt ich Post von einer großen amerikanischen Firma, die mich aufforderte, das Buch vom Markt zu nehmen, da es angeblich gegen ihre Namensrechte verstoße. Gleichzeitig erreichte mich ein Schreiben von einer Institution, die ich nicht namentlich nennen möchte, in dem mir vorgeworfen wurde, das Buch verstoße gegen das Rassismusgesetz.
Ich war schockiert und verwirrt. Wie konnte ein fiktiver Roman solche Reaktionen hervorrufen? Es war, als ob die Mächte, von denen ich in meinem Buch geschrieben hatte, nun in der realen Welt gegen mich arbeiteten. Doch ich unternahm nichts. Ich wollte die Situation zunächst beobachten und verstehen, was wirklich vor sich ging.
Einige Monate später erhielt ich jedoch Post von einem Anwalt. Der Verlag, der mein Buch veröffentlicht hatte, wurde beschuldigt, Firmen und Privatpersonen betrogen zu haben. Das Buch war nicht mehr verfügbar, und ich stand vor den Trümmern meines Traums. Es war ein herber Rückschlag, doch ich war entschlossen, nicht aufzugeben.
Der Weg zur Trilogie
Trotz der Schwierigkeiten beschloss ich, meine Bücher zu überarbeiten und eines Tages erneut zu veröffentlichen. Mein Ziel war es, eine Trilogie zu erschaffen, die die Leser auf eine Reise durch die Zeit und Raum mitnimmt, von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft. Die Geschichten, die ich schrieb, sind heute unter dem Titel “Gefangene der Zukunft” bekannt, wobei die Teile 1 und 2 bereits auf dem Markt sind und Teil 3 voraussichtlich im September dieses Jahres erscheinen wird.
Die Bücher haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, und ich habe viel gelernt, was das Schreiben und Veröffentlichen angeht. Obwohl die Werke zensiert wurden, bin ich stolz auf das, was ich erreicht habe. Sogar ein Hörbuch konnte ich veröffentlichen: “Gefangene der Zukunft, Essenz” ist heute auf allen gängigen Streaming-Plattformen verfügbar. Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, habe ich fast 40.000 CHF in die Bücher und das Hörbuch investiert. Doch für mich war es jede Mühe wert.
Die Bücher nehmen die Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit, führen sie durch die Gegenwart und bieten einen Blick in mögliche zukünftige Szenarien. Meine Fähigkeiten als Autor liegen in meiner unbändigen Fantasie und meiner Fähigkeit, aktuelle, vergangene und zukünftige Ereignisse geschickt miteinander zu verknüpfen. Dabei erhalte ich wertvolle Unterstützung von meiner Co-Autorin Amana Blanche, die über die Fähigkeit verfügt, Ordnung und Struktur in die Geschichten zu bringen.
Fiktion und Realität – Eine gekonnte Mischung
Wer meine Bücher liest, wird schnell erkennen, dass ich gekonnt Fiktion und Realität miteinander vermische. Die Geschichten sind eine Mischung aus aktuellen Ereignissen, historischen Fakten und spekulativen Zukunftsszenarien. Diese Kombination macht die Bücher so faszinierend und lesenswert. Die Bewertungen auf den verschiedenen Plattformen sind durchweg positiv, was mich in meinem Vorhaben bestärkt, weiterzumachen und meinen Traum zu verfolgen.
Meine Vision bleibt: Eines Tages wird die Trilogie verfilmt werden. Auch wenn ich bisher kein Geld mit den Büchern verdient habe, bin ich davon überzeugt, dass es sich lohnt, weiterzumachen. Denn wenn man Bücher schreiben will, zählt vor allem der Wille und die Entschlossenheit, seine Geschichten auf Papier zu bringen. Ich bin überzeugt, dass meine Bücher eines Tages von jemandem gelesen werden, der erkennt, welches Talent in ihnen steckt.
Schreiben als Ausdruck von Freiheit
Ich teile meine Geschichte mit euch, weil ich in den letzten Jahren viele Menschen kennengelernt habe, die ebenfalls den Wunsch haben, ein Buch zu schreiben. Wenn auch ihr diesen Wunsch habt, dann setzt euch täglich hin und schreibt. Schreibt, auch wenn ihr keine Lust habt. Hört nicht auf, egal was andere sagen. Ein Buch zu schreiben ist eine wunderbare Möglichkeit, eigene Fantasien, Träume und Gedanken für immer festzuhalten und vielleicht eines Tages euren Kindern vorzulesen.
In einer Welt, die immer stärker von digitalen Medien geprägt ist, ist es etwas ganz Besonderes, ein physisches Buch in den Händen zu halten. Es gibt einem ein Gefühl der Erfüllung und Beständigkeit. Schreiben ist wahre Freiheit, besonders im Bereich der Fantasy und Science-Fiction, wo es keine Grenzen gibt – weder im Geist noch in der Umwelt.
Abschlussgedanken
Wenn ihr euch für meine Geschichten interessiert, findet ihr auf www.steveschild.com weitere Informationen über mich und meine Werke. Ich hoffe, dass meine Geschichte euch inspiriert, eure eigenen Träume zu verfolgen, egal wie unmöglich sie erscheinen mögen. Denn am Ende ist es der Glaube an sich selbst und die Entschlossenheit, niemals aufzugeben, die uns zu unseren Zielen führt.
Ich danke euch für eure Zeit und wünsche euch viel Erfolg auf eurer eigenen Reise des Schreibens. Bleibt kreativ, bleibt inspiriert und vor allem – bleibt dran!



